4er-Pokal: Leider alle Höntroper Teams ausgeschieden

Unsere zwei noch verbliebenen Pokalteams schieden bei und gegen SG BO 31 aus. Die Erste zu deutlich, die Dritte hätte aber gewinnen können.

Nach dem heutigen Spieltag im Bezirks-Mannschafts-Pokal sind beide noch im Wettbewerb befindlichen Teams ausgeschieden (siehe auch Mannschaftspokal).

Unsere Erste verlor überraschend deutlich mit 0,5:3,5, wobei es zwischenzeitlich sogar recht gut aussah. Nach frühem Remis von Michael kämpften Detlev, Ludger und Jörg verbissen um den Sieg. Jörg stand lange Zeit mit Turm und zwei Bauern für zwei Figuren sehr ordentlich gegen seinen gut 100 Punkte besseren Gegner und Ludger hielt seine Partie ebenfalls offen, nur bei Detlev entwickelte sich eine wilde Geschichte. Ob sein Gegner Konstantyn Tkachuk (Elo 2265) für einen Angriff einen ganzen Turm opfert oder es schlicht übersehen hatte war unklar und alle Welt war gespannt wie sich der junge Spitzenspieler der SG 31 aus diesem Dilemma in knapp zwei Minute und noch 12 offenen Zügen retten wollte, denn Detlev schien mit einem Zeitvorteil von gut einer halben Stunde die Sache für sich entscheiden zu können. Aber noch nie habe ich einen Spieler so souverän mit dieser Zeitnot umgehen sehen. In meisterlicher Manier zwang er Detlev zur Aufgabe, sein Angriff war absolut überragend, und das in dieser Zeitnot, geführt. Spätere Analyse zeigte, dass selbst in der heißen Phase Detlev wenigstens Remis hatte, nur versuchte er mit dem König zu flüchten, aber dass er den König zur gegnerischen Dame ziehen sollte ist auch kaum zu sehen, das macht ein Computer natürlich ohne mit den Bits zu zucken.

Schon zuvor musste sich Jörg seinem ebenfalls sehr zwingend spielenden Gegner geschlagen geben und als Ludger (nach eigener Aussage) auch noch patzte, war das Ergebnis eh schon klar. Also musste unsere Erste die Segel streichen.

SG Bochum 31 I 2158 SG Höntrop 1 2066 3½:½
Tkachuk, Konstantyn 2265 Wolter, Detlev 2195 1:0
Kahleys, Kevin 2192 Oberbarnscheidt, Ludger 2070 1:0
Tkachuk, Sergij 2176 Rostek, Jörg 2048 1:0
Zeldin, Leonid 1997 Drzasga, Michael 1952 ½:½

Viel aufregender, was das Ergebnis angeht, ging es bei der Dritten zu. Ebenfalls gegen Bochum 31. Allerdings nur die zweite Garnitur. Mit Klaus H., Frank, Magnus und Hans-Jürgen war die Sache eigentlich schon klar, bevor wir uns an die Bretter setzten. Immerhin spielte der Großteil der Gegner ein Klasse höher und war mit gut 150 Punkten besser in der Wertung. Aber zwei frühe Remis von Frank und Magnus ließ plötzlich Hoffnung keimen. Klaus H. spielte eine für ihn ungewöhnlich Variante der Nimzowitsch-Verteidigung und Hans-Jürgen stand nach gut 20 Zügen bekannt sicher. Alles deutete auf ein Mannschaftsremis hin und wir hätten die Chance erhalten in einer Blitzrunde unsere Siegambitionen zu realisieren. Leider ging Franks Gegner frühzeitig Heim und weil deshalb die Chancen auf einen Sieg in einer Blitzendscheidung für uns stiegen, entschied der Kapitän der 31er sich nicht auf ein Remis an allen Brettern einzulassen, also wurde weiter gespielt. Hans-Jürgen hielt sich gut auf Remiskurs und Klaus H. spielte ohne Hoffnung, aber mutig weiter, als ihm ein Zug gelang, dessen Wert er erst später realisierte und seinen Gegner in arge Bedrängnis brachte. Michael war später der Ansicht Klaus hätte einen Bauern gewinnen können und damit sicherlich das Remis gut halten können. Aber Klaus hatte sich für einen Königsangriff entschieden, ohne zu wissen, wie die Sache ausgehen könnte. In höchster Not parierte sein Gegner das drohende Ungemach. Und was machte unser Spitzenspieler in der 3. Mannschaft? Er übersah einen einfachen Qualitätsgewinn mit einfacher Abwicklung in ein sicherlich gewonnenes Endspiel und versemmelte kurz danach seine Partie. Unabhängig davon wie Hans-Jürgen seine Partie beendet hätte, wären wir tatsächlich eine Runde weitergekommen! Aber so reichte es nur zu einem 1,5: 2,5. Klaus H. sei „Dank“.

SG Höntrop 3 1558 SG Bochum 31 II 1712 1,5:2,5
Klaus Hoffmann 1636 Fistoul, Boris 1824 0:1
Frank Geistmeier 1647 Stachnik, Adam 1726 ½:½
Magnus Mißfelder 1630 Jung, Benn 1735 ½:½
Hans-Jürgen Kümmel 1317 Fistoul, Ilja 1563 ½:½

Alle Ergebniss der Zwischenrunde

Schade, ganz besonders tut es mir für die Teamkollegen leid, die tapfer und erfolgreich der „Übermacht“ widerstanden haben und ich hab´s versaut. Ich hoffe man nimmt es mir nicht zu übel. Am meisten ärgere ich mich wohl über die entgangene Chance 31 aus dem Wettbewerb zu kegeln. Wie heißt es so schön: Schachpartien kann man nicht gewinnen, aber verlieren und das habe ich heute mit einem fürchterlichen Black-Out bewiesen. Wir waren so nah dran und dann das, unglaublich!
Verliert nicht den Mut und kämpft weiter!
Euer heute sehr unglücklicher Klaus H.

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