Höntrop I mit Glück Remis

Verbandsliga R 7: Gegen starke Katernberger gelang der 1. Mannschaft (Ende war um 21 Uhr!) ein glückliches Remis. Lars und Eckhard punkten.

Vorab muss erklärt werden, dass uns im Dezember die Katernberger baten den Kampf auf den 22.2 vorzuverlegen, da vier ihrer Spieler am 1.3 an der Senioren-Mannschafts-WM in Dresden teilnehmen. Grundsätzlich sind wir bereit zu Verlegungen, aber zwei Spieler konnten am 22.2 nicht und parallel spielte da ja auch unsere Zwote. Entsprechend mussten wir leider ablehnen.

So kamen die Essener mit Ersatz für Ihre Bretter 2 bis 4 und waren entsprechend heftig geschwächt. Aber sie sind ja das DWZ-Stärkste Team in unserer Gruppe, so waren Sie trotz der Schwächung etwa gleichstark! Noch ein „Vorab“: Seit es keine Hängepartien mehr gibt, war es mein längster Mannschaftskampf, um 21 Uhr, nach 7 Stunden, konnten wir endlich abräumen.

Heuer hatten wir übrigens reichlich Kaffe mitgebracht, vier Thermoskannen waren zu Beginn vorhanden. Aber der Kühlschrank im Pfarrheim war leer, so dass wir keine Kaltgetränke vorfanden. Als wir es realisierten, stiefelte Burkhard gleich los und besorgte, an der Tankstelle in der Nähe, nicht nur Wasser zum Durstlöschen.

Die ersten zweieinhalb Stunden waren nicht so erfreulich: Ludger und Michael spielten bereits nach 90 min Remis, beide mit Weiß. Michael stand schon etwas unter Druck und wollte weitere Probleme verhindern. Ludger sah keine große Chance auf Vorteil, als sein Gegner ihm Remis bot. Leider verlor eine Stunde später Jörg, irgendwie ging es recht schnell. Jörg opferte unter Druck ein Qualität, aber das verbesserte die Stellung nicht und es ging leider schnell zu Ende. Dieser 1 : 2 Zwischenstand, änderte sich erst um 19 Uhr!

Peter bekam ein Remis geschenkt, im Mittelspiel ließ er eine gute Chance aus, seinen Gegner unter Druck zu setzen und nach und nach verschlechterte sich seine Stellung. Als er dann noch die Damen tauschen musste, war das Endspiel eigentlich nicht mehr zu halten, aber als sein Gegner einen Bauern eroberte, stellte Peter eine Falle. Glücklicherweise nahm der Gegner wie gehofft, er hätte ihn auch anders erobern können oder einfach seine Randmehrbauern noch vorn treiben brauchen und die Stellung wäre kaum zu retten gewesen. Aber so konnte Peter den Bauern zurückerobern und durfte ein Remis-Springerendspiel erreichen. Um 19 Uhr bot der Gegner Remis und Peter nahm an.

Dann kam die goldene halbe Stunde, erst gewann Lars und eine halbe Stunde späte auch Eckhard! Lars stand lange unter  Druck, er wollte schon Remis bieten, doch aufgrund der schlechten Gesamtsituation musste ich ihn bitten weiterzuspielen. Er war nicht erfreut, machte aber das Beste daraus! Nach und nach konnte Lars den Druck abschütteln und plötzlich selbst mit Dame und Turm den gegnerischen König attackieren. Der Gegner wollte dem Remis ausweichen, patzte und musste die Dame für einen Turm geben. Danach ging es schnell und der 2,5 : 2,5 Ausgleich war erreicht.
Alsbald gewann auch Eckhard, er hatte früh einen Bauern erobert, aber das Schwerfigurenendspiel sah nicht einfach zu gewinnen aus. Er opferte den Bauern zurück und konnte dann in ein gewonnenes Turmendspiel mit zwei verbundenen Zentrumsfreibauern, gegen zwei schlappe Randbauern auf der a- und h-Linie entscheidenden Vorteil erreichen. Kurz drauf gewann er, klasse.

Als dann Burkhard Remis machte, waren wir mit 4 : 3 in Führung und ein Mannschaftspunkt schon gesichert! Burkhard musste lange ein Endspiel verteidigen, in dem er einen Zentrums-Isolani hatte. Er machte das recht geschickt und dem Gegner fiel nicht viel ein, um zu beweisen, dass der Bauer schlecht ist, so einigten Sie sich auf Remis.

Leider verlor nach zähem Verteidigungskampf um 21:00 Uhr, also nach sieben Stunden (!) Detlev. Ein Eröffnungsfehler brachte ihn in Nachteil und sein Gegner knetete und drückte und am Ende konnte Detlev mit Glück noch in ein Turmendspiel mit Minusbauern lenken. Der Gegner machte häufiger den Zweitbesten Zug, so hätte er schon viel früher gewinnen müssen, aber die Stellung war so schlecht für Detlev und bei der Bedenkzeit konnte der Gegner viel „ausprobieren“ und fand dann doch noch einen Gewinnweg.

Am Ende stand nach Siegen von Lars und Eckhard so gerade das 4 : 4.
Gerthe verlor beim Tabellenletzten, der Punkt, der vorher zu wenig schien ist nun Goldwert. Wir haben 3 Punkte Vorsprung auf Gerthe, da wir auch ein 3 Brettpunkte-Plus vorweisen können, sollte ein Punkt aus den beiden letzten Runden reichen. Somit sieht es doch wieder recht gut aus.

Br. Rangnr. SG Höntrop 1 Rangnr. SF Katernberg 3 4:4
1 1 Wolter, Detlev 17 Dahm, Bernd 0:1
2 2 Oberbarnscheidt, Ludger 21 Stremmel, Ralf ½:½
3 3 Rostek, Jörg 22 Krüger, Erich 0:1
4 4 Drzasga, Michael 23 Stratmann, Holger ½:½
5 5 Koch, Burkhard 24 Schmitz, Edgar ½:½
6 6 Saphir, Peter 3001 Riesenbeck, Jürgen ½:½
7 7 Hampe, Lars 27 Sauer, Bernd 1:0
8 8 Funke, Eckhard 30 Armbrüster, Jürgen 1:0

Tabelle nach 7 Runden

Pl. Mannschaft Sp + = MP BP
1 SG-Gladbeck 1 7 5 2 0 12 33.5
2 SV Bochum-Linden 1 7 5 1 1 11 33.0
3 SC Doppelbauer Brambauer 1 7 5 1 1 11 32.5
4 SF Katernberg 3 7 3 2 2 8 31.0
5 SV Horst-Emscher 1 7 3 1 3 7 31.5
6 SG Höntrop 1 7 2 3 2 7 27.5
7 Rochade Steele/Kray 1 7 2 2 3 6 24.0
8 SC Gerthe – Werne 1 7 1 2 4 4 24.5
9 SF Kirchhellen 1 7 1 1 5 3 21.0
10 SK Herne-Sodingen 2 7 0 1 6 1 21.5
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