Höntrop scheidet im Pokal aus

NRW-4er-Pokal: Das Los bescherte uns das schlagbare Team von SF Schwerte, wir schieden aber unglücklich 1,5 : 2,5 aus, nur Detlev siegte.

Leider sagte Ludger ab, da er arbeiten musste, Burkhard sprang für ihn ein, so fuhren wir nach Oer-Erkenschwick, dort warteten SF Schwerte, Dortmunder SV und der Ausrichter auf uns.

Die Hausherren SV Erkenschwick, die als NRW-Oberligist nominell das stärkste Team hätten stellen können (7 Spieler über 2300!), traten nichteinmal mit der B-Mannschaft an (Brett 8, 10, 13 und 14), somit war der Dortmunder SV, mit Brett 1 Kohlweyer 2350, Favorit gegen die Hausherren und gewann später auch.

Wir spielten gegen fast komplett aufgestellte Schwerter, die mit Brett 1, 2, 3 und 7, bis auf Brett 1, etwa gleichstark waren. Da Detlev ein deutliches DWZ-Plus hatte war ich guter Dinge, inbesondere da wir als „Auswärtsteam“ gelost wurden und somit Detlev und Burkhard Weiß hatten.

Nach drei Stunden bot mein Gegner Remis, da ich lange Zeit dachte schlechter zu stehen war ich überrascht. Die Elektronik verriet hinterher, dass die Stellung wohl immer ausgeglichen war, aber mit dem letzten Zug vor seinem Remisgebot machte mein Gegner einen kleinen Fehler, so sah mich der Rechner im Vorteil. Gut, das war mir nicht bewußt und der Angriff gegen meinen König lag immernoch in der Luft (wir hatten beide kurz rochiert) und ob meine Bauernwalze am Damenflügel so richtig in Fahrt kommen würde…

Burkhard hatte kurz zuvor, in allerdings auch sehr schwieriger Stellung (2 Minusbauern), verloren. Er hatte endlich die Chance zu Gegenspiel zu kommen, da stellte er einen Turm ein. Die postmortem Analyse zeigte, dass der Gegner sehr vorsichtig hätte spielen müssen, aber die beiden Bauern sollten sich durchsetzen, jedenfalls hätte Burkhard eine Stellung erreichen können, die noch nicht klar für ihn verloren war.

Bei Jörg sah es aber nach Remis aus und bei Detlev sah es sehr vorteilhaft bis gewonnen aus. Ich überlegte noch ein wenig und schaute ca. 5 Minuten was bei Jörg passierte und nahm dann das Remisgebot an, denn ich glaubte dass wir in der Konstellation 2 : 2 spielen und nach Berliner-Wertung gewinnen würden. Kurz darauf verlor Jörg. Schade, er ließ sich darauf ein, dass im Zentrum die letzten beiden Bauern getauscht wurden, die die Macht es gegnerischen Läufers blockierten, ohne die Bauern strahlte der Läufer über das gesamte Brett und war nun stärker als Jörgs Springer, zusätzlich zu allen Türmen in diesem Endspiel. Alsbald konnte Jörg nicht verhindern, dass er den entfernten Randbauern verlor und da gab Jörg auch auf.

Nach 4 Stunden gewann dann Detlev, sein Gegner hielt dem Druck in der Eröffnung nicht stand und patzte. Das daraus entstandene Schwerfigurenendspiel war kaum zu halten für den Gegner und Detlev setzte sich sehenswert durch. Das ergab aber nur noch Ergebniskosmetik. Schade, aber so wirklich waren wir nun auch nicht erpicht darauf am nächsten Tag, für den 18 Grad und Sonnenschein angesagt war, in dem dunklen kühlen Lokal in Erkenschwick zu spielen und dann wahrscheinlich gegen starke Dortmunder doch auszuscheiden…

Br. . SF Schwerte 1 . SG Höntrop 1 2,5:1,5
1 1 Vicktor, Christian (2040) 1 Wolter, Detlev (2195) 0:1
2 2 Tawakol, Kai (2054) 3 Rostek, Jörg (2040) 1:0
3 3 Fleischhauer, Thomas (1927) 4 Drzasga, Michael (1952) ½:½
4 7 Naumann, Klaus (1907) 5 Koch, Burkhard (1889) 1:0
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