NRW: Überraschend weiter

NRW 4er Pokal: Gegen den etwa gleichstarken SG Meiderich/Ruhrort (DWZ) reichte der Sieg von Volker bei drei Remis zum Weiterkommen!

Aus beruflichen Gründen musste Ludger passen, aber glücklicherweise sprang Volker ein! Dass er am Ende den einzigen und damit entscheidenden Sieg einfahren würde, war nicht nur für ihn überraschend…

Zuerst hatten wir Losglück, denn der Gastgeber Ratinger SK (DWZ) und insbesondere der Oberhausener SV (DWZ) waren die Favoriten dieser Vorgruppe. Wir erhielten im Los den Verbandsligisten SG Meiderich/Ruhrort, aber auch die waren etwa gleichstark.

Die Bedenkzeit hätte 100 min für 40 Züge + 50 min für den Rest, bei 30 Sek. Bonus pro Zug, sein sollen. Es gab aber Ärger mit den elektronischen Uhren – die alten DGT 2010er. Sie ließen sich zwar manuell (Modus 18) auf die Bedenkzeit einstellen, zeigten dann aber, dass sie statt der eingestellten 30 Sekunden Bonus pro Zug 1 Minute addierten?!

Mehrfache Versuche auch mit anderen Einstellungen brachte keine Besserung, so einigten  wir uns auf den Modus 20, der nun nur 100 min bei 40 Zügen ermöglichte + 30 min Rest inkl. 30 Sek. Bonus, die nun auch korrekt addiert wurden.

Nachdem das Uhrenproblem gelöst war, ging es m 11:16 Uhr endlich los. Unsere Gegner traten ohne ihren Strohmann an Brett 1 an (DWZ 1258), während bei uns Volker für Ludger, unserem nominelles Brett 2, einsprang, somit waren wir schon ein wenig mehr „geschwächt“. Wir bekamen „Heimrecht“ zugelost, demzufolge hatten Detlev und Volker die schwarzen Steine.

Es ging gut los, Detlev stand schnell leicht vorteilhaft, aber es war noch alles offen und da bot der Gegner nach gerade zwei Stunden bereits Remis. Da ich mich auf eine heikle Angriffspartie eingelassen hatte, Jörg ein wenig schlechter und Volker auch etwas unter Druck stand, bat ich ihn weiterzuspielen.

Meine Stellung wurde immer unübersichtlicher, da nahm nach Damentausch und ein paar weitern Zügen Detlev doch das Remis an, leider war auch wirklich nicht viel los für ihn. Jörg verteidigte sich weiter zäh, ich befürchetet aber seine Stellung wäre auf lange Sicht nicht zu halten, so gab ich nun eine Qualität für Angriff. Aber mein Gegner verteidigte sich stark und mehr als die Bauernstellung vor seinem König zu entfernen, war nicht drin, aber mittlerweile drohte sein Freibauer mich zu beschäftigen.

Plötzlich erhielt Jörg ein Remisgebot, er nahm sofort an. Zur gleichen Zeit opferte Volker einen Bauern um starken Angriff zu bekommen, der Gegner nahm den Bauern und Volker beherrschte mit seiner Dame, die viel Platz hatte, die weißen Felder. In nicht leichter Stellung patzte sein Gegner, was Volker direkt ausnutzte. Figurenverlust war nicht zu verhindern und der Gegner gab auf.

Prima, 2 : 1 für uns, aber mein Endspiel schien verloren, womit wir nach Berliner Wertung ausgeschieden wären. Mein Gegner befreite prima seine beengte Dame und drohte nun seine Mehr-Qualität auf eine offene Linie zu bekommen. Es sah nicht gut aus und zusätzlich hatte ich auch noch wenig Zeit. Die letzten Züge vor der Zeitkontrolle hatte ich nur um 1 min. Beim Nachspielen zeigte die Elektronik im 33. Zug plötzlich +5 für den Gegner, die taktische Keule übersahen wir beide. Aber auch so machte er das gut, spielte auf Damentausch, so dass sich der Turm gegen meinen Springer drohte durchzusetzen. Im 51. Zug ließ ich mich dann doch auf den Damentausch ein, da ich dadurch seinen gefährlichen Freibauern gewinnen konnte, befürchtete aber, dass es trotzdem verloren sei.

Wenige Züge später bot nun überraschend mein Gegner Remis, er hätte den Freibauern opfern müssen, das gefiel ihm nicht. Ich nahm sofort an, damit war ja auch der Kampf für uns gewonnen! Mein Gefühl, dass ich nun verloren stand, trog mich nicht. Eine kurze Analyse mit dem Gegner belegte das zwar nicht, aber die Elekronik bewies, dass das Endspiel nicht zu halten war – Glück gehabt.

Nachteil, wir müssen morgen nochmal ran und das wohl gegen den NRW-Oerligisten OSV, als wir fuhren führten sie 1,5 : 0,5 und auch an den letzten beiden Brettern sah es gut für sie aus…

Br. . SG Höntrop 1 (2012) . SG Meiderich/Ruhrort (2000) 2,5:1,5
1 1 Wolter, Detlev (2187) 2 Schmidt,Alexander (2073) ½:½
2 3 Drzasga, Michael (1990) 3 Visser,Dirk (2052) ½:½
3 4 Rostek, Jörg (2011) 4 Leers-Fischer,Hans (1922) ½:½
4 11 Jedner, Volker (1860) 6 Zielinski,Werner (1952) 1:0
Advertisements

Ein Gedanke zu “NRW: Überraschend weiter

  1. Pingback: NRW: Aus im Vorrunden Finale | Schachgemeinschaft Höntrop 1947

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s