Höntrop I verliert leider erneut

Verbandsklasse SVR Gr. 2 R.5: Bei Rochade Steele/Kray gab es eine weitere recht klare 3 : 5 Niederlage. Die Siege von Michael und Frank reichten nicht aus.

Den Gastgebern fehlte in dem vorgezogenen Kampf zwar Brett 5, den Spieler hatten sie in der kompletten Saison allerdings noch nicht eingesetzt, aber auch so waren sie gegen uns aus DWZ-Sicht leicht im Vorteil. Auch wenn der DWZ-Unterschied im Schnitt nur gering war, ging der Kampf deutlich an uns vorbei. Es sah nur zwei Stunden lang gut aus, da Frank früh gewann, Michael sehr gut stand und Achim den gut 200 DWZ-Punkte stärkeren gut im Griff hatte und bei den anderen sah es noch recht ausgeglichen aus, aber dann ging es bergab…

Br Rochade Steele/Kray  1 1876 SG Höntrop 1 1852 5 : 3
1 1 Happe, Ulrich 2105 1 Oberbarnscheidt, Ludger 2032 1 : 0
2 2 Landau, Christian 2040 2 Rostek, Jörg 1954 1 : 0
3 3 Greger, Helmut 1950 3 Drzasga, Michael 1983 0 : 1
4 4 Kirsch, Paul 1930 4 Jedner, Volker 1832 1 : 0
5 6 Ophoven, Hermann 1734 5 Koch, Burkhard 1752 ½:½
6 7 Schmitz, Jürgen 1861 6 Artz, Klaus 1844 1 : 0
7 8 Borger, Alexander 1886 7 Barth, Hans-Joachim 1677 ½:½
8 1001 Schröder, Marcel 1500 8 Geistmeier, Frank 1738 0 : 1

Frank hatte zwar den größten DWZ-Vorteil mit fast 240 Punkten, aber sein Gegner hatte bereits gegen drei seiner vier Gegner, die alle etwa so stark waren wie Frank, Remis gehalten, somit durfte man ihn nicht unterschätzen.
Aber bereits nach nicht einmal einer Stunde hatte Frank einen Läufer für zwei Bauern mehr und alsbald gewann er noch eine Qualität, was insgesamt einen Turm mehr für drei Bauern ergab. Als er dann auch noch den einzigen „Trumpf“ des Gegners gewann, den entfernten Freibauern, dauerte die Partie nicht mehr lang. Prima Start!

Ich hatte mich intensiv auf meinen Gegner vorbereitet und hoffte nun, dass ich auch gegen ihn antreten darf – da aber beide Teams im Grunde in ihrer Stamm-Acht antraten, kam meine erwartete Paarung auch zustande. So kam es auch nach 7 Zügen zu der erwarteten Stellung, in der ich lang und mein Gegner kurz rochierte und nun beide auf Rochadeangriff spielten. Aber irgendwie gefiel mir plötzlich ein anderer Zug besser als in der Vorbereitung und alsbald war ich aus meinem schönen Aufbau herausgebracht, da mein Gegner die Gunst nutze und mit h5 meine Angriffsversuche im Keim erstickte. Sehr ärgerlich, zwei Stunden Vorbereitung dahin und nun musste ich gar umdenken, denn sein Angriff gegen meinen König drohte nun. Mir gelang aber Dame, einen Turm zu tauschen und ihm zwei Einzelbauern zu verpassen, wobei ich meinen Einzelbauern los wurde. Das sah nun nach einem vielversprechenden Endspiel für mich aus.

So recht freudig stand ich nach den schon erwähnten zwei Stunden, aber mein Blick über die anderen Bretter trübte meine Hoffnung auf wenigstens einen Mannschaftspunkt. Frank hatte zwar bereits gewonnen, aber Burkhard hatte mal wieder kaum noch Zeit und erst 15 Züge gemacht, Klaus stand unter Druck, vor seiner Rochade-Stellung tauchten zwei Bauern auf, aber Klaus hatte kaum eine Chance den nun recht offenen König des Gegners anzugreifen, Jörg und Volker standen sehr unter Druck und Volker hatte bereits einen Bauern geopfert um noch mitzuspielen und auch bei Ludger sah es nicht einfach aus, er hatte die h-Linie des Gegners geöffnet, die dieser nun drohte mit Gegenangriff zu nutzen. Nur bei Achim sah es noch ganz gut aus, aber sein Gegner war mit bisher 3 aus 4 recht erfolgreich und gut 200 DWZ im Vorteil. Somit war Daumendrücken angesagt.

Nach gut drei Stunden ging es dann schnell, nach Achims Remis stand es zwar kurzzeitig 1,5 : 0,5 für uns aber Klaus bekam zwar eine Qualität geschenkt, den tödlichen Angriff gegen seinen König konnte er aber nicht mehr abwehren. Da bot plötzlich Burkhards Gegner Remis, aus Sicht der Stellung wohl okay, aber da Burkhard nur noch 4 Minuten für 20 Züge hatte, hätte ich mir das als Gegner mal zeigen lassen – Burkhard nahm an. Während ich wenigstens noch auf Ludger hoffte, verloren dann aber alle drei: Jörg sah schon seit längerem, dass er sich drehen und wenden konnte wie er wollte, Qualitätsverlust war nicht zu verhindern und damit stand auch der Partieverlust fest. Volker kämpfte im Turmendspiel mit zwei Minusbauern zwar noch ein wenig, gab aber alsbald auf und auch Ludger wurde überspielt, nach und nach drang der Gegner über beide Flügel ein und Materialverlust war nicht mehr zu verhindern.

Somit spielte ich nach gut dreieinhalb Stunden beim Stand von 2 : 5 nur noch für mich. In dem wohl klar gewonnen Endspiel unterlief mir aber noch ein Schönheitsfehler. Ich stellte plötzlich fest, dass ich drohte mitten auf dem Brett mattgesetzt zu werden. Nach längerem Überlegen entschied ich mich den eroberten Mehrbauern zurückzugeben um danach wenigstens einen anderen zu gewinnen. Mein Gegner nahm mit Knalleffekt den Bauern und lehnte sich sehr zufrieden zurück. Denn er kam in dem Turm+Springer Endspiel mit noch beiderseitigen 4 Bauern scheinbar dem Remis recht nahe, da ja leider auch immer drohte, dass er den Springer für die Bauern opfert und ich am Ende mit Turm+Springer gegen Turm auch kaum gewinnen kann.

Es kam anders: Er versuchte nun seinen Freibauern ins Rennen zu bekommen, aber das machte er zu früh, so war er nun gezwungen entweder den Bauern aufzugeben oder den Springer zu opfern. Er gab den Springer, bekam aber nicht alle Bauern. Nachdem ich seinen letzten Bauern gewann und nun unaufhaltsam mit meinem letzten Farmer die Umwandlung anstrebte, gab er auf.

So spielte ich insgesamt über eine Stunde allein weiter, glücklicherweise gab es auch ein Happy End für mich. Das Erfreulichste des Kampfes war, dass wir danach zu fünft noch in der Krayer Gaststätte gemeinsam zu Abend aßen und gut plauderten…

Theoretisch können wir den Klassenerhalt zwar noch aus eigener Kraft schaffen, aber es bleibt wohl eher das Hoffen auf ein Wunder.

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