Höntrop I siegt mit Glück

VerbandsBezirksliga SVR Gr. 3 R.5: Gestern in Herne gab es einen glücklichen 5,0 : 3,0 Sieg gegen SV Zeppelin Herne. Frank und Michael siegten.
Link zum Bericht (mit Fotos) vom SV Zeppelin Herne

Nachdem wir den letzten Kampf eigentlich auswärts antreten sollten aber dann doch daheim spielten, war es diesmal umgekehrt. Da Zeppelin Herne einen Rollstuhlfahrer in seinen Reihen hat, haben sie grundsätzlich Heimrecht.

Die Gastgeber hatten netterweise unsere Vorverlegung akzeptiert, so waren auch Frank und Achim bei uns dabei, die restlichen Paarungen finden erst nächste Woche statt. So fuhren wir mit siegessicheren Gedanken zum Tabellenschlusslicht.

Die Gastgeber wären im Schnitt eh schon gut 200 DWZ schwächer gewesen und dann mussten sie auch noch ihren stärksten Spieler an Brett 4 ersetzen. Aufgrund von Krankheit fehlte uns zwar Peter, aber mit Lothar war ein alter Recke an Bord, so dass ich nicht minder von einem klaren, gemütlichen Sieg ausging.

Br SG Höntrop 1 1797 SV Zeppelin Herne 1 1560 5,0:3,0
1 1 Oberbarnscheidt, Ludger 2002 1 Thiel, Bernd 1694 ½:½
2 2 Peters, Michael 1970 2 Talarski, Joachim 1664 1:0
3 3 Rostek, Jörg 1934 3 Kosfeld, Frank 1718 ½:½
4 4 Jedner, Volker 1823 5 Bott, Michael 1522 ½:½
5 5 Koch, Burkhard 1715 6 von Blumenthal, Nikolaus 1518 ½:½
6 6 Geistmeier, Frank 1734 7 Raasch, Achim 1446 1:0
7 7 Barth, Hans-Joachim 1692 8 Labinski, Jürgen 1351 ½:½
8 14 Weyers, Lothar 1503 9 Heard, Reiner ½:½

Unsere direkten Verfolger Wattenscheid 4 und Bochum 4 spielen nächste Woche gegeneinander, bei einem Remis wären wir allein auf Platz 2.

Nachtrag 28.1 Tabelle

Wattenscheid 4 setzte sich mit 4,5 gegen Bochumer SV 4 durch, somit haben wir weiterhin einen punktgleichen Verfolger. Von den letzten 4 Runden sind vermutlich die gegen Bochumer SV III und IV entdscheidend für Platz 2.

Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 SK Sodingen/Castrop 3 ** 5,0 4,5 5,5 7,0 5,0 10 27.0
2 SG Höntrop 1 3,0 ** 5,0 6,5 4,0 5,0 7 23.5
3 SV Wattenscheid 4 3,0 ** 4,0 4,5 5,5 5,0 7 22.0
4 Bochumer SV 3 3,5 4,0 ** 4,0 5,0 6,5 6 23.0
5 Bochumer SV 4 2,5 3,5 4,0 ** 4,5 5,0 5 19.5
6 SV Unser Fritz 3 1,5 3,0 ** 5,0 3,5 5,0 4 18.0
7 SC Gerthe – Werne 2 1,0 3,5 3,0 ** 4,5 5,0 4 17.0
8 SV Horst-Emscher 3 3,0 4,0 1,5 3,0 ** 6,0 3 17.5
9 SV Horst-Emscher 4 2,5 4,5 3,5 2,0 ** 4,0 3 16.5
10 SV Zeppelin Herne 1 3,0 3,0 3,0 3,0 4,0 ** 1 16.0

Nach dreidreiviertel Stunden gab es doch noch einen relativ klaren 5 : 3 Sieg, aber wir hätten uns wohl auch nicht über eine Niederlage beschweren dürfen und das kam so…

Es fing auch mal wieder gut an, Franks Gegner, der fast 300 DWZ weniger zu bieten hatte, war taktisch schnell überfordert und nach nicht einmal 90 Minuten gewann Frank und wir führten schon 1 : 0. Wahnsinn, Frank weiterhin mit 100% liegt derzeit fast 30 DWZ im Plus!

Ich stand ganz ordentlich und bei den anderen Kollegen war noch nicht viel los, so sah es wie erwartet weiterhin nach einem gemütlichen Nachmittag aus. Am Ende zwei Siege keine Niederlage, also doch ein ruhiger „Kampf“?!

Burkhard machte schnell Remis und alsbald erhielt auch Ludger ein Remisgebot. Er ließ die Uhr laufen und machte dann aber doch Remis. Jörg gefiel seine Stellung nicht und so machte auch er Remis. So stand es nach nicht einmal 2 Stunden bereits 2,5 : 1,5 für uns.

Achims Stellung gefiel mir nicht so gut, aber Lothar hatte in einem Doppelturm-Endspiel den besseren Läufer und auch Volker stand prima. Da gewann ich einen Bauern und alles sah gut aus. Als ich später die Elektronik zurate zog, war ich erschrocken als nun nicht +1 für mich sondern -1,5 für den Gegner angezeigt wurde. Ich hatte zwar auch hin und wieder ein Läuferopfer meines Gegners befürchtet, aber nun „drohte“ ich ja Damentauch, da konnte das doch nicht gehen – denkste – wenn ich den Läufer nicht zurückschlage und erst die Dame schlage, frisst der Läufer auch den nächsten Bauern mit Schach und tauscht erst dann die Dame und erhält zwei Bauern und üble Läufer im Zentrum. Schlage ich erst den Läufer, schlägt seine Dame mit Schach zurück und mein König geht in die Ecke, dann hätte ich scheinbar Material gewonnen, soweit dachten wir wohl beide. Aber der Platz ist für meinen König nur kurzfristig sicher, das zweite Läuferopfer führt übler Weise zum Matt. Okay, eine Variante von 7 Zügen mit doppeltem Läuferopfer, aber irgendwie doch nicht soo schwer zu sehen. Aber auch mein Gegner sah es nicht und so hatte ich vorerst einen Bauern mehr, aber sein Läufer auf e4 war stark.

Da patzte Lothar, er dachte einen Bauern zu gewinnen, musste aber nach „Zwischenschach“ seinen Läufer für nur zwei Bauern geben, übel. Auch Achim hatte mittlerweile einen Bauern weniger, aber mit ungleichen Läufern + Turm und Achims aktiverem König, sollte es wenigstens noch Remis sein. In dem Moment kam mein Gegner auf eine üble Idee – g5 um mein Bauern-Zentrum (d4,e3,f4) zu zerstören, das hatte ich zwischenzeitlich zwar auch mal gesehen, aber unterschätzt und nun drohte mein Gegner nicht nur den Bauern zurückzugewinnen, sondern auch meinen König unter Beschuss zu nehmen. Es sah gar nach einem Bauernverlust aus aber mit Läuferpaar und Dame sollte ich schon noch Remis halten. Aber sehr ärgerlich, denn ich hatte mir extra viel Zeit genommen in der Partie, da ich den Gegner auch nicht unterschätzen wollte, aber manchmal ist man auf dem taktischen Auge doch recht blind.

Nun wurde Volker Remis geboten, aus gerade geschilderten Problemen bat ich ihn weiterzuspielen, das tat Volker auch und ich denke er stand zu dem Zeitpunkt auch besser, er war sich aber nicht sicher ob ein Remis aus Mannschaftssicht reicht.

Materiell zog mein Gegner gleich, dafür musst ich aber auch recht wild spielen, denn zwischenzeitlich drohte er gar noch ein Turmopfer mit Matt. Aber nun durfte ich im 35. Zug endlich wieder selber eine Falle stellen, die aber weniger kompliziert war, als so manche, die wir vorher mal gestellt hatten, aber diesmal war er zu unvorsichtig und als Läuferverlust nicht mehr abzuwenden war, gab er auf – puh Glück gehabt. Zwischenstand 3,5 : 1,5 und noch drei Partien.

Achim konnte nun kaum noch verlieren, Volker stand mittlerweile sehr gut, wahrscheinlich war es bereits gewonnen und auch Lothar durfte mit zwei verbundenen Freibauern trotz des Minusläufers noch mitspielen und hatte nun eine Stellung erreicht, die er auch nicht mehr verlieren sollte. Da bot Achim Remis, sein Gegner nahm an und auch Lothars Gegner bot Remis. Er fragte mich, ob er annehmen kann, da wir damit gewonnen hätten, sagte ich ihm das, außer er wolle unbedingt weiterspielen, (denn wenn noch einer Gewinnchancen hat, dann war es Lothar). Aber er nahm an.

Als nun der Sieg feststand und Volkers Gegner noch einen guten Verteidigungszug gefunden hatte, bot nun Volker Remis, was sein Gegner annahm. Die rumstehenden Kiebitze zeigten direkt eine Variante, mit der Volker sehr wahrscheinlich gewonnen hätte, aber Volker sah es nicht und hatte nun auch keine Lust als einziger weiterzuspielen.

So durften wir nach dreidreiviertel Stunden doch noch relativ klar mit 5 : 3 gewinnen, aber wir hätten uns wohl auch nicht über eine Niederlage beschweren dürfen.

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