Höntrop I – Remis war möglich

Verbandsklasse SVR Gr.3 1. R.: Daheim gegen SC Gerthe 46 – Werne gab es eine denkbar knappe 3,5 : 4,5 Niederlage. Volker und Burkhard siegten.

Wir hatten unseren 1. Kampf verlegt, damit Frank dabei sein kann, aber leider fehlten dafür Gerd und Achim. Für die beiden sprangen Volker und Jürgen ein, so gingen wir nicht so erwartungsfroh gegen den Fast-Aufsteiger der letzten Saison an die Bretter, insbesondere als wir sahen, dass die Gäste mit ihrem Stamm-Team anreisten und somit ziemlich genau 120 DWZ im Schnitt mehr zu bieten hatten.

Aber schnell verdribbelte sich Volkers Gegner, er opferte eine Figur für Quallitäts-Gewinn, aber plötzlich sah er die Falle, zwei starke verbundene Freibauern, er verzichtete auf den Turm. So hatte Volker eine Figur für einen Bauern mehr, musste noch einige Tricks überwinden, sollte das Ding aber nachhause schaukeln. So sah es nach gut einer Stunde gar nicht so übel aus, auch bei Jürgen hatte man Hoffnung, er stand denke ich besser und bot sicherheitshalber mal Remis, aber sein Gegner lehnte ab und kurz drauf patzte Jürgen und rannte nun seinerseits einer Figur hinterher. Das ging nicht lange gut und so stand es nach eineinhalb Stunden 0 : 1 gegen uns.

In der Zeit standen Ludger und Michael schon unter Druck, auch für Peter sollte es kein leichtes Spiel werden und Burkhard kämpfte mal wieder nach und nach mit der Zeit. Dann patzte Ludger in der Eröffnung, okay mit Marcel hatte er auch einen harten Brocken, aber dass Ludger in der Eröffung patzt sieht man glücklicherweise selten. Er musste eine Qualität geben, machte noch ein paar Züge und es stand bereits 0 : 2 nach noch nicht abgelaufenen zwei Stunden. Übel, sollte das heuer doch eine Klatsche geben?

Aber Volker stand ja weiterhin auf Gewinn und bei Frank entwickelte sich auch ein munteres Spielchen, sein Gegner hatte zwar den besseren Läufer, aber Frank hatte dafür Raumvorteil und man sah nicht so recht, wie der Gegner seine Stellung knacken könnte. Bei Jörg war nicht viel los Peter verteidigte sich zäh, aber ich befürchtete doch, dass sein gut 200 DWZ stärkerer Gegner noch etwas finden würde.

In der Phase verlor ich leider den Faden. Mein Gegner hatte geschickt meinen Verteidigungsläufer gegen den Minoritätsangriff getauscht und nun wurde ich strategisch doch so langsam überspielt. Mein Gegner verbrauchte gut Zeit dafür, aber Zeitnot war leider auch noch nicht angesagt. Da bot sich mir doch noch die Chance die Stellung ein wenig zu öffnen, so dass mein Läufer vielleicht noch gute Chancen bekommen sollte.

Derweil stand Burkhard unter Druck und in der Phase unterließ der Gegner glücklicherweise einen unangenehmen Plan, so dass sich Burkhard nicht mehr verteidigen musste und selbst angreifen durfte. Somit sah es plötzlich bei Burkhard sehr gut aus und Volker stand weiterhin auf Gewinn. Jörg wurde Remis geboten, was er annahm und auch Franks Gegner bot durch Zugwiederholung Remis, was auch er mitmachte. Gesamtstand 1 : 3

Nachdem mein Gegner mein Remisgebot ablehnte, machte er einen schlechten Zug und ich bekam wieder Chancen, aber leider bekam ich ein heftiges Turmopfer auf f2 nicht so richtig durchgerechnet und nach knapp zehn Minuten schien es mir, dass auch eine andere Variante Dauerschach erbringen sollte. Diese wählte ich, übersah aber ein übles Loch in meinem Plan und konnte nach meinem Läuferopfer aufgeben. Die Vermutung, dass ich den Läufer nicht zu opfern brauchte und dann gar besser stand konnte Marcel in anschließender Analyse widerlegen. Die Elektronik verriet aber hinterher, dass das von mir angedachte Turmopfer auf f2 Remis gebracht hätte, aber einen Turm steckt man ja auch nicht so ohne weiteres ins Geschäft.

Kurz drauf gewannen Volker und Burkhard, aber durch meine Niederlage stand es nun 3 : 4 und in der Phase tauschte Peters Gegner in ungleiche Läufer + Doppelturm. Zwar mit Mehrbauern für den Gegner, aber sie zogen noch ein wenig und einigten sich dann doch auf Remis, somit war leider die knappe Niederlage perfekt.

Ärgerlich mal wieder mit eigenem Verlust kräftig zur knappen Niederlage beigetragen zu haben. Aber Kopf hoch, die Leistung ohne zwei lässt doch hoffen, dass der Klassenerhalt nicht so weit entfernt ist, wie befürchtet…

Br SG Höntrop 1 1788 SC Gerthe – Werne 1 1907 3,5:4,5
1 1 Oberbarnscheidt, Ludger 1968 1 Quast, Marcel 2229 0:1
2 2 Rostek, Jörg 1902 2 Brüggestraß, Volker 1994 ½:½
3 3 Peters, Michael 1965 3 Gottmann, Bernd 1953 0:1
4 6 Geistmeier, Frank 1766 4 Berens, Thomas 1814 ½:½
5 7 Koch, Burkhard 1713 5 Kalle, Yannis 1811 1:0
6 8 Remshagen, Peter 1608 6 Melmer, Felix 1813 ½:½
7 1001 Jedner, Volker 1760 7 Löffelbein, Klaus 1823 1:0
8 9 Tolksdorf, Jürgen 1622 8 Meise, Ulrich 1820 0:1

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