Höntrop 1 siegt deutlich bei Unser Fritz 2

Verbandsbezirksliga SVR Gr.3 1. R: Achim musste leider absagen, für ihn spielte Klaus, aber auch so gelang mit dem 6:2 ein überraschend deutlicher Saisonstart.

Dem Gastgeber fehlte Brett 1 und deren Ersatzmann hatte noch keine DWZ, wie mir Klaus später berichtete, war es die 1. Turnierpartie seines Gegners. Nur Volker hatte einen stärkeren Gegner, somit gingen wir mit einem deutlichen DWZ-Plus ins Rennen, aber wie das schon Mal so ist, heißt das nicht unbedingt etwas.

Gemessen an zwischenzeitlichen Verluststellungen, muss man wohl schreiben, dass wir sogar glücklich sein können, dass wir überhaupt gewonnen haben. Später mehr, zuerst die erfreulichen Tatsachen, wir verbuchten vier Siege ohne Niederlage:

Br.RangSV Unser Fritz 21635RangSG Höntrop 117702:6
110Pohl, Martin15821Oberbarnscheidt, Ludger1988½:½
211Deflieze, Ulrich17032Peters, Michael19470:1
312Weiss, Ernst17283Rostek, Jörg1891½:½
413Dlouhy, Peter18524Jedner, Volker17920:1
514Wolf, Franz16386Koch, Burkhard17150:1
616Buchhop, Rainer14667Tolksdorf, Jürgen1658½:½
72001Buchhop, Stefan14798Remshagen, Peter1638½:½
828Pannenborg, Marco9Hoffmann, Klaus15330:1

Die Hausherren beschreiben den Verlauf übrigens deutlich günstiger für uns:
Zweite verlieft Saisonauftakt

Tabelle der Verbandsbezirksliga Gr.3

Pl.Mannschaft12345678910Sp+=MPBP
1SV Günnigfeld 2**6,0110026.0
1SG Winz-Baak 1**6,0110026.0
1SF Essen-Werden 3**6,0110026.0
1Rochade Steele/Kray 1**6,0110026.0
1SG Höntrop 1**6,0110026.0
6SC Gerthe – Werne 22,0**100102.0
6SV Wattenscheid 42,0**100102.0
6SV Hattingen 12,0**100102.0
6Sport Union Annen 22,0**100102.0
6SV Unser Fritz 22,0**100102.0

Kurioses Tabellenbild, alle fünf Kämpfe der 1. Runde endeten 6 : 2 bzw. 2 : 6.

Nach etwa einer Stunde, sah es gar nicht so gut aus. Ludger stand prima, ich hatte gerade einen Bauern gewonnen, aber mein Gegner spielte stark gegen meinen schwachen Bauern, so kam ich nicht recht voran. Jörg stand wohl ausgeglichen, aber Volker stand sehr unter Druck, wie es aussah, schon deutlich schlechter. Bei Burkhard, Jürgen und Peter sah es ausgeglichen aus, nur Klaus hatte des Gegners König im Fadenkreuz und es sah sehr vielversprechend aus.

Eine halbste Stunde später hatte sich Volker befreit, hatte gar eine Qualle mehr, aber ein unangenehmer Freibauer des Gegners drohte mit Umwandlung. Klaus stand kurz vor dem Sieg, aber Jürgen stand sehr schwierig. Dafür gefiel mir Peters Stellung nun sehr gut. Folglich war noch nicht so recht zu sehen, dass es ein deutlicher Sieg werden würde.

Nach gut zwei Stunden machte Peter Remis, was mich überraschte, denn neben Klaus schien nur er noch gut zu stehen. Aber alsbald gewann Burkhard für einen Turm zwei Leichtfiguren und stand klar besser, Klaus gewann, sein Gegner ging in taktischen Drohungen unter. Aber Jürgen stand immer noch auf Verlust.

Jörg berichtete später, dass er in dieser Phase den Faden verlor und der Gegner kurzzeitig auf +5 Stand, aber glücklicherweise nicht wusste, dass er gut steht. Nachdem der Gegner die Chance ausließ, stand Jörg zwar nun besser, aber er bot mit wenig Zeit auf der Uhr sicherheitshalber Remis, was der Gegner sofort annahm. 1,0 : 2,0 für uns.

Kurz drauf gewann Burkhard, der materielle Nachteil wog schwer und Matt oder weiterer Materialverlust war nicht zu verhindern. Kurz danach gewann auch Volker, irgendwie hatte er sich aus der misslichen Lage befreit und nun war das Materialplus entscheidend. 1,0 : 4,0, das sollte doch zum Sieg reichen.

Ludger hatte seinen deutlich schwächeren Spieler stark unter Druck gesetzt, aber irgendwie bekam er den Sack nicht zu, obschon sein Gegner wenig Raum hatte. Als ich aufs Brett schaute hatte Ludger auch noch eine Mattdrohung und ich dachte er gewinnt nun, aber kurz drauf machten beide Remis. Was war geschehen? Eine Unachtsamkeit und plötzlich hatte auch sein Gegner eine Mattdrohung. Ludger meinte, dass er nur ein Luftloch für seinen König hätte machen brauchen und seine eigene Drohung wäre nicht zu verhindern gewesen… Aber damit war zumindest der Mannschaftssieg gesichert – 1,5 : 4,5.

Nun spielten nur noch Jürgen und ich. Jürgen stand immer noch verloren, aber sein Gegner stand mit Turm + 2 Bauern gegen Springer und Bauer von Jürgen immer noch klar gewonnen. Nachdem noch je eine Bauer vom Brett verschwand, patzte aber sein Gegner und Jürgen rettete sich ins Remis, krass, nachdem er etwa 4 Stunden auf Verlust stand 2 : 5.

Ich war nun noch als einziger dran, noch während Jürgen spielte bot mein Gegner Remis, die Stellung war wohl objektiv auch ausgeglichen (das bestätigte auch die Elektronik) aber ich dachte die ganze Zeit ich spiele gegen deren nominelles Brett 2 mit DWZ 1582, ich hatte übersehen, dass deren Brett 1 fehlte und einen annähernd 400 Punkte schlechteren betrügt man doch noch, so lehnte ich ab. Kurz drauf gewann ich auch noch eine Qualität und die Elektronik sah mich nun mit +3 im Vorteil, also alles richtig gemacht. Aber dann bekam ich Probleme, denn mein Gegner hatte, wie ich, zwei Freibauern, aber seine konnten in Verbindung mit seinem König laufen, meine nicht und so legte mein Gegner los und ich wusste nicht so recht wie ich sie aufhalten soll.
Die Elektronik sah mich zwar immer noch klar im Vorteil, aber ich patzte und einen Zug lang war mein Gegner auf der Siegesstraße, aber auch er wusste nicht, wie er das Endspiel behandeln muss.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist deflieze-peters-1.jpg. Alsbald erreichten wir eine kuriose
Stellung (nach 73. g7 Tf4), in der mein
Gegner mit Bauerneinzug drohte,
ich die direkte Umwandlung nur verzögern,
aber auf längere Sicht nicht verhindern konnte.
Aber anstatt mein Gegner
nun seinen Turm aktiviert, wandelte er doch
um, ich gab einen Turm und eroberte die neue
Dame und den Springer. So konnte ich alsbald mit Turm + Rand-Bauer gegen Turm leicht
gewinnen, da sein König abgesperrt war.
Nach fast sechs Stunden und 89 Zügen
gab mein Gegner auf.

6:2 aber wenn man bedenkt, dass Jürgen klar verloren stand, Volker am Anfang wohl auch und bei Jörg und mir kurzzeitig die Elektronik mindestens 4 Bauern-einheiten mehr für den Gegner anzeigten, war es zumindest kein Selbstläufer.

Aber der Start ist gemacht, weiter so!

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